Wirtschaftschemie – Ein interdisziplinärer Studiengang

Der interdisziplinäre Studiengang Wirtschaftschemie richtet sich an Studieninteressierte mit Interesse an Chemie und Wirtschaft, die in ihrem Beruf z.B. in Bereichen wie Marketing, Vertrieb und Management oder klassisch in Forschungseinrichtungen arbeiten wollen.

Dabei kombiniert der Studiengang Wirtschaftschemie Teile der Studiengänge „Betriebswirtschaftslehre“ und „Chemie“. In Deutschland haben Abiturienten/innen die Möglichkeit Wirtschaftschemie an den fünf Universitäten Kiel, Münster, Düsseldorf, Kaiserslautern, Ulm und der privaten Hochschule Idstein zu studieren. Daneben bietet die Universität Zürich diesen noch jungen Studiengang auch in der Schweiz an. Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelor-studiengangs (6-7 Semester) kann ein konsekutiver Masterstudiengang (3-5 Semester) aufgenommen werden.

Aktuell sind ca. 700 Studierende in Deutschland und 127 Studierende in Zürich im Studiengang Wirtschaftschemie eingeschrieben.*

Die Übersichtsseiten der einzelnen Universitäten zum Studiengang sind am Ende der Seite verlinkt.

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* Chemiestudiengänge in Deutschland, Statistische Daten 2014, GDCh  (umfasst nur Düsseldorf, Kiel, Münster und Ulm); UZH, Stand Juni 2016.

Je nach Lehrmodell der einzelnen Hochschulen werden die chemischen und betriebswirtschaftlichen Inhalte parallel, aufeinanderfolgend oder berufsbegleitend gelehrt. Die Studenten/innen erhalten eine fundierte Ausbildung in den klassischen Fachdisziplinen Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie und Polymerchemie auf Seiten der Chemie sowie in VWL, Marketing, Controlling, Finance, Logistik, Innovationsmanagement, Entrepreneurship und Personal & Organisation auf Seiten der BWL. Zusätzlich können spezifische Wahlmodule in beiden Fachbereichen gewählt werden. Die Studenten erlernen praktische Laborfähigkeiten, chemisches Know-How sowie ein Verständnis für die Interpretation und Weiterentwicklung ökonomischer und betriebswirtschaftlicher Modelle und Strategien.

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Die Wirtschaftschemie ordnet die klassischen Aufgabenfelder der Chemie in ihren wirtschaftlichen Kontext ein. Somit trägt dieses junge Fachgebiet zu einem erweiterten Verständnis der Chemie bei und schlägt eine Brücke zwischen Naturwissenschaft und Wirtschaft.

Nach Abschluss des Studiums (BSc, MSc) zeichnen sich die Studenten/innen durch hohe Sozialkompetenzen & Teamfähigkeit, ein starkes analytisches & interdisziplinäres Denkvermögen, fächerübergreifendes Know-How und ein starkes Interesse für übergreifende innovative Themen aus. An das Masterstudium ist anschließend eine Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) oder zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften (Dr. rer. pol.) möglich. Wirtschaftschemiker/-innen sind für eine Vielzahl von Jobperspektiven qualifiziert, von denen in der nachstehenden Abbildung einige als Beispiel aufgeführt werden.

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Durch die Verknüpfung von wirtschaftlichen und naturwissenschaftlichen Inhalten zum Beispiel im Kontext der chemisch-pharmazeutischen Industrie werden Studierende optimal auf ihre Karriere vorbereitet. Die Wirtschaftschemie erfährt nicht nur bei Studierenden, sondern auch in der Industrie immer größeren Zuspruch. Die interdisziplinären Grundverständnisse in Chemie und Wirtschaft der Absolventen/-innen eröffnen ein breites und vielseitiges Einsatzgebiet in der chemisch-pharmazeutischen Industrie.

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Informationsseiten der Universitäten und Hochschulen zum Studiengang Wirtschaftschemie