01.09.16: Internet of Things – Ist die chemische Industrie bereit? Zahlreich und mit großem Interesse folgten Junge WirtschaftschemikerInnen (JuWiChem) aus ganz Deutschland am 01. September 2016 der Einladung der VCW nach Darmstadt. Denn beim Gastgeber Merck stand der Tag ganz im Zeichen der 4. industriellen Revolution und der Frage, was das Internet of Things (IoT) für die Chemie bereithält. Neben erstklassigen Vorträgen relevanter Akteure des IoT bot die Veranstaltung auch ausreichend Möglichkeit, das Netzwerk zu Mitgliedern der VCW und weiteren Vertretern der chemischen Industrie auszubauen. Dass das IoT zukünftig Teil von nahezu jedem größeren chemischen Prozess sein wird, wurde bereits nach den ersten, spannenden Vorträgen klar. Eine Antwort darauf, was genau das jedoch bedeuten wird und wie die Akteure bereits heute reagieren müssen, fiel den Rednern noch schwer. Denn besonders in der chemischen Industrie spielen Werte wie Sicherheit, Beständigkeit und Qualität eine herausragende Rolle, sodass große Investitionen in das hoch dynamisch wachsende IoT heute noch zögerlich getroffen werden. Konsens herrschte jedoch darüber, dass das IoT die gesamte Wertschöpfungskette beeinflussen wird. Als Anwendungen für IoT in der chemischen Industrie nannten die Redner beispielsweise, dass upstream zunehmend automatische Bestellungen beim Lieferanten gesteuert werden oder dass das Monitoring laufender Prozesse optimiert wird, um Störfälle genau vorhersagen zu können. Big Data soll zudem die Auswertung von Marktdaten erleichtern und damit die genaue Nachfrage der Kunden vorhersagbar machen. Auch wenn es heute noch in den Kinderschuhen steckt, wird das Internet of Things besonders für die JuWiChem in Zukunft viele Möglichkeiten und spannende Entwicklungen bereithalten. Großen Dank an dieser Stelle für die Unterstützung der JuWiChem durch den engagierten Vorstand der VCW, besonders durch den Vorsitzenden Herrn Prof. Klaus Griesar (Merck). gruppenbild-industrie-4-0-darmstadt